Gemeinsam für eine zukunftsfähige Chirurgie im Kreis Höxter

KHWE verzahnt Kompetenzen an den Standorten Höxter und Bad Driburg

(von links): Simon Schmale (Leiter Geschäftsbereich Krankenhaus), Juliane Gierke (Standortleitung St. Ansgar Krankenhaus), Prof. Dr. Sameer Dhayat (Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie am St. Ansgar Krankenhaus), Dr. Florian Dietl (Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie am St. Josef Hospital in Bad Driburg) und Marko Ellerhoff (Standortleitung St. Josef Hospital).

18.08.2026

Kreis Höxter. Eine leistungsfähige Chirurgie ist ein wesentlicher Baustein der medizinischen Versorgung im Kreis Höxter. Damit Patienten auch künftig wohnortnah von hoher fachlicher Expertise, Spezialisierung und moderner Medizintechnik profitieren können, entwickelt die KHWE ihre chirurgische Versorgung standortübergreifend weiter. Eine zentrale Rolle spielt dabei die besonders enge Zusammenarbeit der Kliniken für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie am St. Ansgar Krankenhaus in Höxter und am St. Josef Hospital in Bad Driburg.

Zwei Krankenhäuser, zwei Chefärzte und unterschiedliche fachliche Stärken, aber eine gemeinsame Verantwortung für die chirurgische Versorgung der Region: Die Zusammenarbeit schafft die Voraussetzung dafür, medizinische Expertise gezielt zu bündeln, spezialisierte Leistungen weiterzuentwickeln und die Kompetenzen beider Standorte bestmöglich miteinander zu verbinden. Beide chirurgischen Kliniken bringen dafür eigene Schwerpunkte und besondere Erfahrungen ein, die sich ergänzen und künftig noch enger aufeinander abgestimmt werden.

Verantwortet wird diese Entwicklung von Prof. Dr. Sameer Dhayat, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie am St. Ansgar Krankenhaus in Höxter, und Dr. Florian Dietl, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie am St. Josef Hospital in Bad Driburg. Gemeinsam entwickeln sie die chirurgischen Strukturen am Klinikum Weser-Egge weiter und stimmen die medizinische Ausrichtung der beiden Standorte eng aufeinander ab. Dabei steht nicht das einzelne Krankenhaus im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie die vorhandene Expertise an beiden Standorten bestmöglich für die Patienten im gesamten Kreis Höxter eingesetzt werden kann.

Wie eine solche vernetzte chirurgische Versorgung unter den sich verändernden gesundheitspolitischen und demografischen Rahmenbedingungen gestaltet werden kann, war auch Thema eines Fachdialogs im St. Ansgar Krankenhaus in Höxter. Gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten diskutierten die beiden Chefärzte darüber, welche chirurgischen Strukturen die Region künftig braucht und wie Spezialisierung, moderne Medizintechnik und eine enge Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis dazu beitragen können, eine hochwertige Versorgung im Kreis Höxter langfristig zu sichern.

Im Fokus stehen drei zentrale Themen: die Bündelung hochspezialisierter Viszeralchirurgie, der Einsatz moderner Medizintechnik einschließlich minimalinvasiver roboterassistierter Chirurgie sowie sektorenübergreifende Versorgungspfade und Fast-Track-Konzepte. Ziel ist es, spezialisierte Expertise dort zu konzentrieren, wo sie den größten medizinischen Nutzen entfaltet, und gleichzeitig eine verlässliche chirurgische Versorgung für die Menschen in der Region sicherzustellen. Zum chirurgischen Spektrum gehören neben der Chirurgie von Darm, Magen und Leber, die Adipositas- und Wiederherstellungschirurgie, die Hernien- und Schilddrüsenchirurgie sowie die Proktologie. 

„Eine moderne chirurgische Versorgung lebt von Spezialisierung, Erfahrung und technologischer Entwicklung. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass diese medizinische Qualität für die Menschen in unserer Region gut erreichbar bleibt. Deshalb wollen wir die besonderen Stärken unserer beiden Standorte gezielt zusammenbringen. Wir denken die chirurgische Versorgung nicht vom einzelnen Krankenhaus aus, sondern gemeinsam für die Menschen im Kreis Höxter“, sagt Prof. Dr. Dhayat.

Dabei bedeutet eine stärkere Spezialisierung nicht weniger Versorgung in der Region. Vielmehr sollen die vorhandenen Kompetenzen an beiden Standorten gezielt genutzt und miteinander verbunden werden. Patienten sollen so innerhalb des Klinikum Weser-Egge von der jeweils passenden fachlichen Expertise profitieren können. Gleichzeitig bleiben eine verlässliche wohnortnahe Versorgung und kurze Wege ein wesentliches Ziel.

Neben der Zusammenarbeit der beiden Krankenhausstandorte ist auch die Vernetzung mit den niedergelassenen Ärzten ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen chirurgischen Versorgung. Zuweisung, Informationsaustausch und Nachsorge sollen entlang des gesamten Behandlungswegs möglichst reibungslos ineinandergreifen. Kurze Kommunikationswege und ein verlässlicher Austausch zwischen Klinik und Praxis spielen dabei eine wichtige Rolle.

„Für unsere Patienten ist entscheidend, dass sie während des gesamten Behandlungswegs gut versorgt sind und zwar von der Diagnostik über die Operation bis zur Nachsorge. Dafür müssen Praxis und Klinik eng zusammenarbeiten und Informationen zuverlässig weitergeben. Je besser diese Übergänge funktionieren, desto besser können wir unsere Patienten begleiten“, betont Dr. Dietl.

Der Fachdialog bot deshalb auch Raum für den persönlichen und kollegialen Austausch zwischen Klinik und niedergelassenen Partnern. In einer Podiumsdiskussion beider Chefärzte mit ihren niedergelassenen Kollegen Dr. Wolfgang Avenhaus und Dr. Melanie Rose wurden Schlüsselthemen zur sektorenübergreifenden Patientenversorgung lebhaft diskutiert. Zum Abschluss konnten die Teilnehmer moderne chirurgische Technik unmittelbar erleben und bei einer Simulation den OP-Roboter selbst ausprobieren.

 

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